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Geschichte der Wetterstation
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Aufnahme 31. 5. 1960
Ostansicht der Stadtgärtnerei.
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Seit 50 Jahren gibt es eine Wetterstation in Emmendingen.
1953 wurde mit den Niederschlagsmessungen im Nordosten der Stadt Emmendingen auf
dem
Gelände der Stadtgärtnerei begonnen.
Die Geräte dafür waren ein beheizbarer Regenschreiber und eine Regenmesstonne
nach Hellmann, mit der die Niederschläge manuell gemessen werden.
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Klimahauptstation Emmendingen.
Aufnahme vom 3. Juni 1980
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Im November 1975 wird die Einrichtung zur
Klimahauptstation umgewandelt.
Nun kommt zu den Regenmesseinrichtungen eine
Klimahütte hinzu.
Neben den Niederschlägen werden jetzt auch
Trocken- und Feucht-, Minimum- und Maximum-
und Erdbodentemperatur, sowie Luftfeuchtigkeit gemessen.
Windgeschwindigkeit, Windrichtung, Bewölkung und Sonnenschein, Gewitter und
Stürme werden aufgezeichnet.
Damals wurde die Station von der Familie Saffran
betreut.
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Die Station nach dem Aufbau!
Links sieht man die Hellmann Messtonne.
Mit ihr werden manuell die Niederschläge gemessen.
Danach folgt der Regenschreiber.
Er zeichnet den Niederschlag kontinuierlich auf.
Für den Winter hat er eine Heizung, damit der einfallende Schnee sofort schmelzen
kann.
Und dann die Klimahütte.
Sie enthält den THG(Thermohygrograph)
und diverse Thermometer.
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Unsere Station im Schmiedewinkel im Juni 1980
direkt nach dem Aufbau.
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Geschichte
der Station in Mundingen
Zum Betreuen der Klimahauptstation in Emmendingen
ist die Familie Schneider durch Zufall gekommen.
Die Wetterstation Emmendingen wurde zum damaligen
Zeitpunkt vom Direktor der Stadtgärtnerei der
Stadt Emmendingen, Herrn Saffran und seiner Frau Ella Saffran betreut. Infolge
des Ruhestands und
des Wegzugs konnte die Klimastation nicht mehr betreut werden, ein neuer Standort
musste gesucht
werden.
Die Sachbearbeiter des Wetteramts Freiburg gingen nun in Emmendingen und Umgebung
auf die Suche
und landeten an einem heißen Frühlingstag, es war der 3. Mai 1980,
im Schmiedewinkel 3 in Mundingen,
abseits der Hauptstraße, mit viel Gelände ums Haus.
Sie fanden das Anwesen ideal, und erkundigten sich bei einer etwas verwunderten
Frau Schneider
nach dem Besitzer des Anwesens. Wir waren damals die Mieter dieses herrlichen
Fleckles.
Schnell war das Ansinnen von den Wetterämtlern vorgestellt, und gerne wären
die Herren mit einer
Zusage nach Freiburg zurück gefahren, aber gut Ding will Weile haben. Eine
Wetterstation zu betreuen,
das heißt dreimal täglich eine Beobachtung machen und diese in ein
Heft einzutragen. Eine erhebliche
Veränderung im Tagesablauf hat das zur Folge.
Wir mussten überlegen. Ein kleines Kind, ein paar Schafe,
Katzen und Vögel und dann das noch!
Da meine Frau damals Schichtdienst hatte und der Tagesablauf von mir flexibel
war,
haben wir uns entschlossen, diese Aufgabe zu übernehmen. Ein Anruf beim Wetteramt
Freiburg,
und die Sache war perfekt.
Ein Bautrupp rückte an, es waren die Herren vom Wetteramt selber, und dann
ging es mit Spaten
und Schaufel los. Leitungen wurden verlegt und nach drei Tagen war das Wetterhäusle
mit Regenschreiber und Zubehör aufgebaut.
Dann erfolgte die Einweisung in die noch unbekannte Aufgabe und los ging's! |
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Herbst 1987. Die ersten Drachenflugversuche
von unserem Sohn Christoph.
Im Hintergrund sieht man die Landecker Straße
das spätere neue Domizil der Station. |
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Seit dem 21. Juni 1980 gibt es die Klimahauptstation Emmendingen,
Standort Mundingen.
Nach einigen Jahren im Schmiedewinkel in Mundingen haben
wir die Station zu unserem Haus in die
Landecker Straße verlegt. Das war im November 1988.
Dann 1995, ein einschneidendes Jahr für manchen Beobachter und Beamten vom
Wetteramt Freiburg,
die Neustrukturierung des Deutschen Wetterdienstes. Die Zuständigkeitsbereiche
wurden neu gegliedert.
Somit war die regionale Messnetzgruppe vom Wetteramt Stuttgart für uns Beobachter
zum Ansprechpartner geworden. Nun sind fast 24 Jahre ehrenamtlicher Beobachtertätigkeit
vergangen und wir hoffen weiter auf gute Zusammenarbeit mit dem DWD in Stuttgart.
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Aufbau der Station in der Landecker Straße im
November 1988.
Es ist doch einiges zu tun, wenn eine Klimastation
umzieht. Zuerst müssen Kabel für Strom und Telefon
an den Standort gelegt werden. Dann werden die Fundamente
für die Klimahütte gesetzt.
Die Hütte kann dann aufgebaut werden.
Der Regenschreiber und die Regenmesstonne
werden installiert. Nach der Renaturierung des Geländes werden die Geräte
in der Klimahütte eingerichtet.
Dann erfolgt die Kontrolle der Geräte
und die Station kann den Betrieb aufnehmen.
Mehr Bilder |
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Veränderungen:
Natürlich hat sich die Technik bei
der Wetterbeobachtung
auch geändert. 1995 erhielt die Station Mundingen einen automatischen Niederschlagsschreiber
der von der Firma UMEG
in Karlsruhe die in Zusammenarbeit mit dem Wetteramt aufgestellt wurde. Er ersetzte
das alte beheizbare Messgerät.
Das Landesamt für Umweltschutz hatte über 100
solcher Stationen in Auftrag gegeben. Eine steht nun
in Mundingen. Sinn und Zweck dieser Stationen ist eine genauere Wasservorhersage
bei Wolkenbrüchen,
um auf mögliche Überschwemmungen schneller
reagieren zu können. Diese Stationen wurden damals
mit modernster Technik ausgestattet.
Ein ISDN-Zugang ermöglicht die Abfrage des Wasserstandes zu jeder Tages-
und Nachtzeit. |
Station im Oktober 1998 nach dem Umbau.
Es wurde ein Ombrometer aufgestellt.
Foto: H-G. Kolbow DWD Stuttgart |
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Die Station am 7. 3. 2002. Alte und neue Technik.
Die Arbeiten wurden im November 2002 abgeschlossen.
Die Messungen werden dann von einer automatischen Messeinrichtung, die auf den
Mast montiert wird, übernommen. In dem eingegrenzten Feld befindet sich dann
ein Erdbodenthermometer. Alle Daten werden dann online abrufbar sein.
Das Jahr 2001 hat
für viele Wetterstationen Veränderungen gebracht. Es waren Umbauten,
die zur Verwirklichung des neuen Messnetz 2000 des DWD gehören.
Jede Station soll online an den Großrechner des DWD angebunden werden. Die
Fertigstellung erfolgte im Dezember 2002.
Die Wetterdaten aller Stationen können somit jederzeit vom Rechenzentrum
des DWD in Offenbach abgerufen werden.
Dann ist täglich nur noch eine manuelle Kontrollmessung des Niederschlags
notwendig.
Das war`s vorläufig. Einige Bilder vom Umbau sehen Sie unter "Neue
Technik"
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Bild: Stefan Schneider
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